Ostern

Ostern – Auferstehung

Seit Aschermittwoch bereiten sich Christen auf der ganzen Welt auf das Fest der Auferstehung vor: Ostern. So ein Fest kann man nicht aus dem Stand heraus feiern, es braucht viel Vorbereitung. Genau genommen ist das Osterfest eingebettet in 40 Tage Vorbereitung und sieben mal sieben Tage feiern – bis Pfingsten! Nach Pfingsten erinnert uns jede Heilige Messe am Sonntag an das Geschehen an Ostern.

Was feiern wir da eigentlich? – Die österlichen Feiern beginnen am Palmsonntag – da erinnern wir uns daran, dass Jesus nach seiner langen Wanderung durch Israel nach Jerusalem kam und ihn die Menschen damals feierlich empfangen haben. Sie hatten schon so viel von diesem „wundertätigen“ Mann aus Galiläa gehört, dass sie sich freuten ihn zu sehen. 

Am Gründonnerstag erinnern wir uns daran, dass Jesus mit seinen Freunden ein letztes Mal zusammen gefeiert hat – wir erinnern uns an das Letzte Abendmahl. Jesus ist mit seinen Freunden beisammen und sie feiern das Pessach-Fest. Jesus gibt seinen Freunden den Auftrag: Immer, wenn ihr so beisammen seid und miteinander esst und feiert, dann denkt an mich und an das, was ihr von mir erfahren und gelernt habt. 

Am Karfreitag denken wir besonders an den Leidensweg Jesu und an seinen Tod am Kreuz. – Für seine Freunde war das eine schreckliche Erfahrung: Jesus wird von einem Freund verraten und stirbt – völlig unschuldig – am Kreuz. Gestern haben sie noch ausgelassen gefeiert und heute der Tod. 

Doch dann, Ostern. Am ersten Tag der Woche gehen ein paar Frauen zum Grab Jesu . . . und finden es leer. Im Evangelium kann man lesen, dass ein Engel zu ihnen spricht: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5). Die Frauen und später auch die Jünger erkennen, was es bedeutet, dass Jesus nicht mehr im Grab liegt – Jesus lebt!!! – Das ist das Geheimnis von Ostern: Jesus hat uns gezeigt, dass das Leben mit dem Tod nicht endet.    Das Evangelium vom Ostermontag (Lk 24,13-35) erzählt uns die Geschichte von den beiden Jüngern, die traurig und niedergeschlagen von Jerusalem aus wieder nach Hause zurück gehen. Auf dem Weg treffen sie einen geheimnisvollen ,Fremden‘. Er geht mit ihnen und fragt sie, warum sie so traurig sind. Ein interessantes Gespräch entsteht . . . Die beiden Jünger haben das Gefühl den Mann zu kennen, sind sich aber nicht sicher. Zu Hause angekommen, laden sie den ,Fremden‘ zu sich ein. Beim Abendessen nimmt dieser dann das Brot, spricht das Dankgebet, teil es und reicht es ihnen . . . . in diesem Augenblick erkennen sie Jesus, den lebendigen Herrn. – Auch diese beiden Jünger haben gelernt, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist.

Wie dieses Leben nach dem Tod genau aussieht, das wissen wir nicht. Wenn man darüber etwas sagen will, dann muss man es mit einem Beispiel tun: Ein ungeborenes Kind im Körper der Mutter,  findet dieses Leben ziemlich super: man ist geschützt, es ist warm, man muss nicht hungern, . . . alles ist perfekt. Wenn man es fragen könnte, dann würde es vermutlich antworten: „Alles prima, so kann es bleiben!“ – Wir, die wir alle schon geboren und aufgewachsen sind, wissen natürlich, dass es nicht immer so bleiben wird für das Kind im Mutterleib. Das Kind muss diesen schönen und kuscheligen Ort im Bauch der Mutter verlassen, damit es hier auf dieser Welt leben kann. So ähnlich ist es auch mit dem Tod: wir finden es hier auf Erden auch ziemlich prima und würden gerne daran auch nichts ändern. Wir wissen aber, dass das nicht für immer so sein kann. Das macht vielen Menschen Angst – sie haben Angst davor zu sterben und haben Angst, weil sie nicht wissen, ob und was nach dem Tod sein wird. – So wie das ungeborene Kind im Bauch der Mutter nicht weiß, was „da draußen“ ist, so wissen wir Menschen auch nicht, was nach dem Tod ist . . .

. . . stimmt das denn wirklich? – Hier kommt Jesus ins Spiel und sagt uns nach seinem Tod und seiner Auferstehung: Macht euch keine Sorgen – schaut her – das Leben ist mit dem Tod nicht zu Ende – es geht weiter. Freut euch und habt keine Angst!
Seit der Auferstehung Jesu können wir Menschen nicht mehr nur vom Tod allein reden. Wenn wir vom Tod reden, dann müssen wir an die Auferstehung denken. Tod und Auferstehung gehören zusammen. Ostern ist ein Fest des Lebens und der Freude. 

Jesus lebt!

Jesus hat uns gezeigt, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist.