Firmung

Beim Sakrament der Firmung bestätigst Du nach Taufe und Eucharistie öffentlich dein JA zum Glauben und wirst zugleich voll in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Der Begriff “Firmung” kommt von dem lateinischen Wort “confirmare“. Er wird übersetzt mit “festmachen” und “bestätigen”. Bei der Spendung der Firmung legt dir der Bischof die Hand auf den Kopf, zeichnet mit dem wohlriechenden Chrisam-Öl ein Kreuz auf deine Stirn und spricht: “Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.” – Mit einem AMEN (So ist es!) bestätigst du deine Bereitschaft zur Kirche zu gehören und vollendest somit die Taufe.

Dieser Ritus der Salbung ist sehr alt und entspringt den Königserhebungen im Alten Orient. Schon vor mehreren tausend Jahren wurden die Herrscher bei ihrer Krönung gesalbt. So sollte ihnen eine besondere Kraft verliehen werden. Die katholischen Christen glauben, dass in der Firmung der Geist Gottes auf sie herabkommt. Mit seinem Geist will Gott bei den Menschen sein und ihnen helfen, das Leben in guter Weise zu bestehen.

In der unserer Pfarreiengemeinschaft hat man jedes Jahr die Möglichkeit, sich auf die Firmung vorzubereiten. Interessierte (Jugendliche ab 14 Jahren) müssen sich rechtzeitig zur Vorbereitung auf die Firmung anmelden. Nur wer am Vorbereitungskurs teilgenommen hat und ein überzeugendes Beispiel für christliches Leben oder zumindest ein ehrliches Interesse daran gezeigt hat, wird zur Firmung zugelassen.

 

Gott ruft Dich bei Deinem Namen

Der eigene Name ist etwas ganz Besonderes und Wichtiges. Dein Name begleitet Dich Dein ganzes Leben lang, er gehört zu Deiner Identität. In der Regel gibt es eine Geschichte dazu – kennst Du sie? – Übrigens: Den Namen hast Du nicht bei der Taufe bekommen! Deine Eltern haben sich schon vorher einen Namen für Dich ausgesucht. Lass Dir mal von Deinen Eltern die Geschichte Deiner Namensgebung erzählen. 


Auch in der Bibel gibt es Geschichten der Namensgebung: Wie Abraham zu seinem Namen kam, kannst Du bei Gen 17,1-9 nachlesen, Lukas schreibt im ersten Kapitel seines Evangeliums etwas über die Namensgebung bei Johannes dem Täufer und unter Mt 1,18-25 kannst Du nachlesen, wie das bei Jesus war. – Du siehst, bei vielen Namensgebungen in der Bibel hat Gott (sozusagen) ein Wort mitgeredet. Vielleicht hat er es auch bei Deiner Namensgebung? 

Noch eine ganz wichtige Geschichte über einen Namen finden wir in der Bibel: Gott verrät seinen Namen – im Buch Exodus (3,13-14) fragt Mose danach. Den Namen Gottes zu kennen, war für die Israeliten damals eine Voraussetzung, dass sie den Mut gefasst haben, aus der Sklaverei in Ägypten zu fliehen. Sie haben erfahren, dass Gott bei ihnen ist, wohin sie auch gehen. Diese Erfahrung können auch wir heute machen, wenn wir aufmerksam sind für seine Gegenwart. Merke Dir also den Namen Gottes sehr gut!

In der Bibel kann man unzählige Geschichten lesen, bei denen Gott Menschen bei ihrem Namen ruft und sie somit in seinen Dienst stellt (Die Geschichte zum Bild auf dieser Seite findest Du bei 1 Sam 3,1-21). Wir Menschen werden von Gott berufen, mit ihm zusammen an seinem Reich mitzubauen. Als Christen nehmen wir diese Aufgabe sehr ernst. (Mehr zum Thema „Auftrag und Sendung“ in einem der nächsten Firm-Post-Briefe)

Auch bei der Firmung wirst Du vom Firmspender mit Deinem Namen angesprochen, das bedeutet, dass Gott Dich ganz persönlich meint: Du bist Gott wertvoll.

Gott ist da.
Er ruft Dich bei Deinem Namen.

 

Namenspatron

Nicht nur Deine Namensgebung hat eine Geschichte, sondern auch Dein Name. Meist ist es der Name eines Heiligen. Heilige sind Menschen, die ihren Weg mit Gott gegangen sind und zwar so, dass es ein Beispiel für uns sein kann. Deshalb hat die Kirche diese Menschen besonders geehrt und sie als „heilig“ bezeichnet. Die Lebensgeschichten der Heiligen können uns in unserem Glauben helfen, denn auch wir Christen sind auf dem Weg „heilig“ zu werden.

Kennst Du die Geschichte Deines Namenspatrons / Deiner Namenspatronin? Weißt Du, wann Du Namenstag hast? Feierst Du Deinen Namenstag? Wie feierst Du ihn? – Bis Mitte des letzten Jahrhunderts hat man weniger den Geburtstag und dafür mehr den Namenstag gefeiert. Frag mal Deine Großeltern und lass Dir von ihnen erzählen, wie das früher so war.

 

Zeichen der Firmung

HANDAUFLEGUNG

Petrus und Johannes in Samarien
„Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.“                                                           (Apg 8,14-17)

Hände sprechen eine deutliche Sprache. Wir können mit den Händen drohen, vereinigen, zustimmen, winken, rufen, …

Bei der Firmung legt der Firmspender die Hand auf. Das bedeutet: Gott hält seine Hand über mich. Der Heilige Geist, der mein Leben begleitet, wird auf mich herabgerufen. Ich erhalte Sendung und Auftrag, Christus zu verkündigen und den Mitmenschen zu dienen.

 

SALBUNG MIT CHRISAM

Schon im Alten Testament ist die Salbung mit heiligem Öl ein Zeichen für die Mitteilung des Geistes Gottes. Propheten, Priester und Könige wurden gesalbt zum Zeichen ihrer Erwählung und Würde. Jesus trägt den Namen ,Christus‘, der Gesalbte. Bei der Firmung salbt mich der Firmspender auf der Stirn mit Chrisam. Dieses Zeichen bedeutet, dass ich Erwählte/ -r Gottes bin. Die Salbung bringt die besondere Verbindung zum Gesalbten Gottes, Jesus Christus, zum Ausdruck.

 

BESIEGELUNG MIT DEM KREUZ

In der Firmung wirst Du besiegelt mit dem Kreuz. Du trägst das Zeichen des Leidens und der Auferstehung Jesu Christi unübersehbar auf der Stirn.

 

FRIEDENSGRUSS

Der Firmspender spricht zum Schluss: „Der Friede sei mit Dir!“ So erinnert er an den Ostergruß Jesu an seine Jünger. Wie die Apostel, so darfst auch Du den Frieden Gottes zu den Menschen bringen.

 

Amen Das bedeutet: „Ja, so ist es.“ Du gibst als Gefirmter durch das Amen deine Zustimmung und Bestätigung. Mit diesem ,Amen‘ wird Deine Taufe vollendet.
Der Firmspender spricht Dich mit Deinem Namen an Du bist ganz persönlich von Gott angesprochen und gerufen. Es geht Dich an, Christus lebendig werden zu lassen. Du kannst diese Verantwortung nicht auf andere abschieben.
Spendung der Firmung Das ist ein öffentliches Glaubensbekenntnis und Glaubenszeugnis. Es bedeutet, dass Du Dich zu Jesus Christus und der Gemeinschaft der Kirche bekennst.
Pate 

Patin

Er / Sie übernimmt eine verantwortungsvolle Aufgabe

  • Dir im Leben beizustehen,
  • Dir Vorbild zu sein, 
  • Dich anzuregen im Geist Jesu Christi zu leben.

Die Spendung der Firmung

Der Firmspender legt mir die Hand auf,
zeichnet mir mit Chrisam
ein Kreuz auf die Stirn
und spricht:

„ . . . . . . . . . . sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Ich spreche: „Amen“

Der Firmspender spricht: „Der Friede sei mit dir.“